Heiße Diskussionen zur Gesundheitspolitik. Glonn braucht eine eigene Rettungswache.

Der Raum im Marktblick war dieser Tage überfüllt und man musste sich passend zum Thema bei der FDP-Diskussionsrunde mit Julika Sandt aufgrund der Hitze ernsthafte Sorgen um die Gesundheit der Besucher machen.

Sandt Glonn 7.8.18 HP
Die FDP-Gesundheitsexpertin und ehemalige FDP-Landtagsabgeordneten zeigte in ihrem engagierten Vortrag die ganzen Facetten der Gesundheitspolitik auf und ging dabei besonders auf die Situation im ländlichen Raum ein. Eine Überalterung der Hausärzte und Fachärzte stellt die regionale medizinische Betreuung in Frage, der Versandhandel macht den Apotheken das Leben schwer, der Strukturausgleich der Krankenkassen schwächt die bayrischen Ärzte, die Notfallversorgung auf dem Land dauert oft zu lange und die Hebammenversorgung wird immer problematischer.
Ein besonderer Schwerpunkt war der Pflegenotstand. Hier braucht es neben einer besseren Bezahlung vor allem eine kostenlose Ausbildung und Fortbildung, die für jedermann gilt, um den Pflegeberuf wieder attraktiv zu machen.
Der FDP-Kreisvorsitzende Alexander Müller ging speziell auf die unzureichende Versorgungsstruktur im Notfall im südlichen Landkreis ein und forderte endlich einen eigene Rettungswache in Glonn für die 15.000 Einwohner der Verwaltungsgemeinschaft.
Müller, der selbst aus dem südlichen Baiern kommt: „Von Grafing oder gar von Ebersberg aus sind die vorgeschriebenen Rettungsfristen oft nicht einzuhalten. Im Ernstfall zählt jede Minute- dazu brauchen wir nicht erst zeitraubende Gutachten.“


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